Historie
Die Residenz Uhlenhorst - ein Haus mit Geschichte…
Die Residenz Uhlenhorst hat ihren Standort, der landschaftlich reizvollen Lage zu verdanken. Westlich von Mülheim schließen sich der Duisburger Stadtwald und der Broich-Speldorfer Wald zu einem 30 km² großen Waldgebiet zusammen. Dieser Landschaftsabschnitt zog bereits Anfang des 20. Jahrhunderts zahlreiche wohlhabende Bürger an.
Kommerzienrat Dr. Gerhard Küchen (1861-1926), wie Hugo Stinnes ein Enkel von Mathias Stinnes, leitete seit 1887 in Nachfolge die Familienunternehmen Stinnes.
Im Jahr 1913 beauftragte Dr. Küchen den renommierten Mannheimer Architekten Rudolf Tillesen, einen Absolventen der Technischen Hochschule Karlsruhe, für den Bau eines großen Landhauses. Dieses diente fortan dem ständigen Wohnsitz der Familie Küchen.
Die 300.000 m² große umliegende Parkanlage, mit einer Vielzahl an in Deutschland nicht beheimateten Baum- und Pflanzenarten, ließ Küchen nach englischem Vorbild anlegen.
Das Landhaus wurde klassisch, nach damaligem Zeitgeist errichtet.
Das Hauptgebäude ist quergelagert sowie dreigeschossig und weist eine Nutzfläche von 3800 m² auf. Ein Turm wurde parallel versetzt zum Wirtschaftsflügel erbaut und vermittelt den Stellenwert des Gebäudes. Der Wirtschaftsflügel weist einen eigenen Personaleingang auf.
Architektonisch wurde das Hausinnere des Hauptgebäudes in der üblichen Folge der Repräsentationsräume gestaltet. Das Erdgeschoss weist in Folge Herrenzimmer, Salon und Musikzimmer sowie Speisesaal auf. Die Räumlichkeiten sind durch einen gewölbten Korridor miteiander verbunden. Die Respräsentationsräume befinden sich auch heute noch in ihrem Originalzustand.
Während des zweiten Weltkriegs blieb die Villa unbeschädigt. In der Folgezeit diente sie
unter dem Namen „Haus Kreutzberg“ dem Hohen Kommissar der Britischen Besatzungsmacht als Residenz.
Im Jahr 1952 verkaufte die Witwe Agnes Küchen den Besitz an die Evangelische Kirche im Rheinland. Diese wandelte das Landhaus um in das „Haus der Begegnung“. Die Verantwortlichen der Evangelischen Kirche im Rheinland fügten 1959 an der Schmalseite des Hauses einen Zimmertrakt mit Vortragssaal an und errichteten im ehemaligen „Rosengarten“ einen Wintergarten und eine Kapelle. 1982 wurde zusätzlich ein Bettenhaus erbaut. Aus Gründen der wachsenden Kosten für das unter Denkmalschutz stehende Gebäude und die Pflege der großen Parkanlage, beschloss die Evangelische Kirche im Rheinland, nach über 50 Jahren, im Jahr 2003 die Akademie in Mülheim aufzugeben und sich auf einen neuen Standort zu konzentrieren.
2006 erwarb die Teutonia Grundbesitz AG aus Düsseldorf die Villa von der Evangelischen Kirche im Rheinland. Seither wurde das Objekt liebevoll renoviert und steht nun Besuchern und Gästen als Hotel und Restaurant sowie als Eventlocation für Veranstaltungen und Feiern jeglicher Art zur Verfügung.